SAP ECC: Was das Wartungsende 2027 für den Mittelstand bedeutet

Die Fristen im Überblick

SAP hat die Daten im Februar 2020 festgelegt. Sie gelten für die Kernanwendungen der SAP Business Suite 7, zu der SAP ECC 6.0 gehört.

Zeitraum Was gilt
bis 31.12.2027 Mainstream-Wartung: Support, Korrekturen und gesetzliche Anpassungen wie gewohnt
2028 bis 31.12.2030 Optionale Extended Maintenance gegen einen Aufschlag von zwei Prozentpunkten auf die bisherige Wartungsbasis. Keine neuen Funktionen
ohne Extended Maintenance oder ab 2031 Customer-specific Maintenance: keine neuen Support Packages, keine gesetzlichen Anpassungen, nur noch eingeschränkte technische Updates

Was „keine gesetzlichen Anpassungen“ konkret bedeutet

Der kritischste Punkt ist nicht die Technik, sondern das Recht. In der Customer-specific Maintenance liefert SAP keine Änderungen mehr, die neue Gesetze abbilden. Die muss das Unternehmen dann selbst entwickeln oder einkaufen.

Ein Beispiel aus Deutschland: Die Pflicht zur Ausstellung von E-Rechnungen im B2B-Geschäft gilt ab 2027 für Unternehmen mit mehr als 800.000 Euro Vorjahresumsatz und ab 2028 für alle. Solche Änderungen kommen regelmäßig, auch bei Steuersätzen und Meldepflichten.

Dazu kommt die Sicherheit. SAPs Zusage, neu entdeckte schwere Sicherheitslücken zu schließen, bezieht sich auf Mainstream- und Extended Maintenance.

Und was ist mit 2033?

SAP hat Anfang 2025 eine Übergangsoption bis Ende 2033 angekündigt. Sie richtet sich nach SAPs eigenen Worten an sehr wenige große Kunden mit besonders komplexen Systemlandschaften. Voraussetzung ist ein Wechsel in die SAP-Cloud über RISE with SAP.

SAP betont selbst, dass die Wartungsfristen für den eigenen Betrieb damit nicht verlängert werden. Für die meisten Mittelständler bleiben 2027 und 2030 die entscheidenden Daten.

Warum ein Umstieg Vorlauf braucht

Der Weg von SAP ECC zu SAP S/4HANA ist kein Update, sondern ein Projekt. Vor der eigentlichen Umsetzung stehen mehrere Entscheidungen:

  1. Bestandsaufnahme: Welche Module, Erweiterungen und Schnittstellen sind im Einsatz, und welche davon werden noch gebraucht?
  2. Weg wählen: Neu aufsetzen, das bestehende System umstellen oder ausgewählte Daten übernehmen. Die Wege vergleichen wir in einem eigenen Artikel.
  3. Budget und Ressourcen: Interne Fachleute müssen neben dem Tagesgeschäft Zeit für Tests und Schulungen haben.
  4. Zeitplan: Rückwärts von der Frist rechnen, mit Puffer für Tests und einen ruhigen Go-live außerhalb der Hochsaison.

Je näher 2027 rückt, desto mehr Unternehmen suchen gleichzeitig nach erfahrenen Beratern. Wer früh plant, hat die Wahl bei Zeitpunkt, Weg und Partner.

Unsere Empfehlung

Starten Sie mit einer ehrlichen Bestandsaufnahme. Sie zeigt, wie aufwendig der Umstieg für Ihr Unternehmen wirklich ist und ob Extended Maintenance eine sinnvolle Brücke wäre.

In einem kostenlosen 15-Minuten-Gespräch sprechen wir über Ihr System und sagen Ihnen offen, welcher nächste Schritt passt.

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